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MOZ: 346 Millionen Kilo für die Tonne

Über den Rückgang des Fleischkonsums in Deutschland berichtet die Märkische Oderzeitung am 16.10.2014:

"Berlin (MOZ) Der Höhepunkt des Fleischkonsums in Deutschland scheint vorbei zu sein - 2013 hat jeder im Schnitt zwei Kilo weniger Fleisch gegessen als im Jahr zuvor. Problematisch bleiben aber die Belastung der Umwelt und die große Verschwendung.
 
So wirft jeder deutsche Endverbraucher im Schnitt 4,3 Kilogramm Fleisch weg. Das geht aus dem "Fleischatlas Extra" hervor, den die Heinrich-Böll-Stiftung anlässlich des Welternährungstages am Donnerstag veröffentlicht hat. Demnach landen jährlich 346 Millionen Kilogramm Fleisch im Müll - mit dieser Menge könnte man 8500 Lkw füllen. Von den insgesamt 750 Millionen Tieren, die in Deutschland geschlachtet wurden, hätten 45 Millionen Hühner, vier Millionen Schweine und 200 000 Rinder am Leben bleiben können.

"Wir essen und verschwenden zu viel", stellte dann auch Barbara Unmüßig vom Stiftungsvorstand fest. Dabei sei der schonende Umgang mit Ressourcen ein Schlüsselfaktor gegen Hunger und Umweltzerstörung. Die industrielle Fleischproduktion trage dazu bei, dass sich die Schere zwischen denen, die verschwenden können, und denen, die nicht genug zu essen haben, immer weiter öffne.

Das Problem der Verschwendung von Nahrungsmitteln fange allerdings nicht erst beim Endkonsumenten an, erklärte Unmüßig weiter. "Wenn die industrielle Nutzung von Tieren als klimaneutraler Rohstoff für Chemie- und Energiewirtschaft angepriesen wird, dann ist das nur möglich, weil zahlreiche soziale und Umweltkosten der Massentierhaltung nicht eingepreist werden."

Der Fleischatlas stellt allerdings auch fest, dass die Deutschen mittlerweile weniger Fleisch essen. "Insgesamt ist in den Industrienationen ein zu hoher, aber stagnierender Fleischverbrauch zu verzeichnen", heißt es in der Studie. Die Ursache dafür sehen die Autoren in einer langen Reihe von Fleischskandalen - "vom Gammelfleisch über Dioxin im Hühnerfutter bis hin zu Pferdefleisch, das als Rindfleisch verkauft wurde".

Der Trend gehe zwar zum Biofleisch, dennoch stammen in den Industrieländern derzeit weniger als zwei Prozent des verkauften Fleisches aus biologischer Produktion. Grund ist der höhere Preis. Auch in reichen Ländern wachse das Gefälle zwischen Arm und Reich, und für viele Menschen sei es schwierig, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Biofleisch sei fast doppelt so teuer wie herkömmliches, "weil die Kosten der industriellen Produktion verdeckt und für die Öffentlichkeit nicht sichtbar sind". Der Fleischatlas nennt etwa Steuervergünstigungen, Schäden an der Natur und Nachteile, die den Verbrauchern durch minderwertige Nahrung entstehen. (mit epd)"

Den vollständigen Artikel finden Sie unter dem Link: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1337006

Wichtige Dokumente:

  • Das Protokoll des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) zum Erörterungstermin am 03.07.2012 finden Sie HIER ...  
  • Das Protokoll über die Einwohnerversammlung am 12.09.2012 finden Sie HIER ...  

Video zur Sache

"Bambule - Ein Dorf sagt nein" 

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